Der Sturm in französisch Polynesien

Treffe Ann-Helen und Halvard – ein liebenswürdiges Paar aus Norwegen, welches im Ausland lebt und die Welt segelnd erkundet. Heute erzählt Ann ihre Geschichte über einen Sturm, den sie mit Halvard in französisch Polynesien erlebt hat.

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„Mein Name ist Ann-Helen und ich segle zusammen mit meinem Ehemann Halvard. Wir kommen beide aus Norwegen und sind seit fast zwei Jahren mit unserem Boot “Wilhelm”, einem 37 Fuß langem Kielboot vom Typ Baltic, unterwegs.

The squall in French Polynesia - Harba blog - man with a flag

Halvard begann mit zwei Freunden im April 2014 von New York aus los zu segeln, nachdem wir den Deal mit dem vorherigen Bootsbesitzer abgeschlossen hatten. Nach einer heftigen Überquerung des Nordatlantiks, schafften wir das Boot zu einem Abstellplatz auf den Azoren.

Von dort an setzen wir unser Abenteuer gemeinsam fort, heirateten in Portugal und strebten die Karibik und den Pazifischen Ozean an. Unser Lieblingsort bisher ist Tuamotu, ein Teil von französisch Polynesien. Kristallklares Wasser, ausgezeichnete Tauchbedingungen und ruhige Ankerplätze. Einfach ein Traum. So lange die Passatwinde kontinuierlich von Osten wehen.

Einmal, an einem ruhigen Tag mit 5 bis 10 Knoten aus süd-östlicher Richtung, wurden wir plötzlich hart von einem Sturm aus Westen erwischt! Normalerweise können wir mit diesen Stürmen leicht umgehen, da sie nur wenige Minuten andauern. Dieser aber entschied sich dafür drei Stunden anzuhalten, mit Windspitzen von 40 Knoten. Das Atoll, an dem wir ankerten, ist 15 Seemeilen breit, also verursachte der Wind hohen Seegang und es war unmöglich etwas in dem starken Regen und Nebel zu sehen.

Von der Ankerstelle durch die abstehenden Korallen des Riffs zu kommen war keine Option. Also mussten wir in den heftigen Bedingungen ausharren, mit dem Riff und den Inseln bedrohlich nah hinter uns. Durch eine plötzliche Positionsänderung steckte unser Anker in den Korallen direkt vor unserem Boot fest. Das löste massiven Druck auf die zusätzliche Ankerkette aus, die schließlich riss. Somit lag der Druck nun genau auf der Ankerwinde auf dem Bug. Durch das heftige Schaukeln des Bootes hätten wir die Ankerwinde mit samt Kette und Halterung jede Minute verlieren können. Bei laufendem Motor plante ich eine Auswegsroute, während Halvard versuchte die zusätzliche Ankerkette zu reparieren ohne seine Finger zu brechen.

The squall in French Polynesia - Harba blog - stormy sea

Als hätten wir nicht bereits genug Sorgen gehabt, bemerkte ich plötzlich, dass das Steuerrad seltsam lose war – die Ruderkette riss durch die harten Schläge auf das Ruder und das Rad, sodass wir nicht mal mehr die Steuerung über das Boot hatten. Glücklicherweise kamen uns unsere Spinnaker zur Hilfe und Halvard gelang es die zusätzliche Ankerkette wieder zu platzieren, sodass wir uns die restliche Zeit halten konnten. Der Sturm zog weite nach Nordosten und wir konnten endlich unsere Schultern senken und unsere Wunden lecken.

Während solchen Erlebnissen beginne ich diesen Lebensstil zu überdenken und alles was ich will ist unsere Sachen zu packen und zurück nach Norwegen zu gehen. Nach Hause an einen sicheren Ort mit einem bequemen Sofa und Fernseher. Hier draußen, unser Zuhause, unser Leben, all unser Besitz, hängt von dieser einen Kette ab. Das kann manchmal durchaus nervenaufreibend sein. Glücklicherweise sind wir aber in der Lage zu vergessen, nach vorne zu blicken und all die großartigen Dinge, die uns dieses Segelabenteuer bringt, zu schätzen.“

The squall in French Polynesia - Harba blog - couple in a yacht during the sunset

Für mehr über Ann-Helen und Halvards Abenteuer schauen Sie auf Ihrem Instagramprofil vorbei.

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Psst, bevor Sie gehen..

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