Teil I: Von Annapolis nach St. Martin, 1988

Matko und Francoise Caric segeln seit den letzten 7 Jahren durch internationale Gewässer. Ihre Abenteuer haben sie an die tollsten Orte gebracht: von Concarneau (Frankreich) durch das Mittelmeer nach Senegal, sowie auch in die Karibik, Brasilien, Venezuela und viele mehr… Matko willigte uns ein, dass wir seine Tagebucheinträge von einer seiner schönsten Reise veröffentlichen können. Es war die Reise von Annapolis nach St. Martin im Jahr 1988.

“Nachdem wir eine so unglaublich tolle Zeit auf unserer 12 Meter Yacht “Island” verbracht haben, verkauften wir sie in der Karibik und kehrten in die USA zurück. Dort legten wir uns dann ein noch größeres Segelboot zu.  

Nach langer Suche nach einem geeigneten Boot fanden wir glücklicherweise eine wundervolle Yacht mit dem Typ Shebec. Ihr Name war „AKIMBO“ (24 Tonnen schwer, 19 Meter lang). Sie war einfach perfekt ausgelegt und hatte alles Notwendige, um uns über die Weltmeere zu begleiten. Dazu gehörten: Ketsch, zwei Masten, ein Roll-Flock und ein Storm Flock. Natürlich war sie auch mit einem guten Wetter-Radar ausgestattet, welches mit einem Radius von 36NM das Wetter vorhersagte.

Andere wichtige Ausstattungen zur Navigation waren LORAN, Satelliten-Navigation, Sonar, Nagrafax, Sextant Ebco und Tamaya-Rechner.

Es blieben uns einige Tage zur Reisevorbereitung, bevor wir am 13. November 1988 Annapolis verließen. Unser Ziel war es, St. Martin in der Karibik zu erreichen.

Normalerweise plant man für diese Reise in etwa 10 Tage ein. Wir mussten gegen den Golfstrom im Golf von Mexico ankommen und entlang der Küste der USA uns den Weg nach New York City gegen den Atlantik kämpfen. Die Strömung war so stark, dass wir einen Umweg einschlugen und 400 NM in Richtung des Bermuda Dreiecks fuhren. Dort fanden wir bessere Winde auf und schlussendlich erreichten wir St. Martin.

14 November 1988

Wir fahren in Richtig des Ausgangs der Chesapeake Bay. Als wir andere Fischer- und Segelboote sehen, merken wir, dass das Wasser ruhig ist. Es sollte ein sonniger Tag werden! Als es dunkel wurde, schalteten wir unseren Heizlüfter an, da es etwas frisch wurde. Eine weitere ruhige und friedliche Nacht.

15 November 1988

Wir wachten bereits früh am Morgen auf. Über der See war ein magischer Schleier gelegen.

Wir schlossen daraus, dass es am besten sein würde, die Chesapeake Bay am Nachmittag gegen 16 Uhr zu verlassen. Die Gezeiten erledigten den Rest und so konnten wir schnell und in der Begleitung von springenden Delfinen schon bald das offene Meer erreichen, immer unserer Richtung (135°) entgegen des Horizonts nach. Bye Bye Amerika! Schon bald stand uns unsere erste Nacht auf dem Atlantik bevor. Wir organisierten unsere Nachtwache für jeweils 2.5 Stunden oder für so lange, bis man nicht mehr konnte.

From Annapolis to St. Martin

Der Wind kam uns entgegen und drückte die „Akimbo“ mit 15 bis 20 Knoten durch die Wellen. So bewegten wir uns mit 7 Knoten gen St. Martin.

Gemütliche Fahrt, sternenklarer Himmel, wandernde Gedanken, Träume und sanfte Musik im Hintergrund… Man ist das entspannend!!

16 November 1988

Eine ruhige Nacht liegt hinter uns.

Es war gegen 10 Uhr am Morgen, als der Alarm erklang! Ein Fisch ist an der Leine! Ich holte die Leine schnell ein, merkte den Widerstand und plötzlich spürte ich, wie auf einmal nur noch der Kopf des Fisches an der Leine war. Der Rest wurde von einem Hai verspeist.

Wir ließen uns davon jedoch nicht unterkriegen und versuchten unser Glück erneut und siehe da: zum Mittag gab es leckeren Thunfisch!

17 November 1988

Nichts Wichtiges!

Unsere satellitenunterstützte Navigation ist kaputt, das macht jedoch nichts, da ich weiß, wie man mit einem Sextanten navigiert. Ich schrieb alle Koordinaten auf die Seekarte. Jeden Tag legten wir etwa 150 NM zurück. Wir nehmen an keinem Rennen teil, wieso sollten wir uns dann beeilen?! Es ist viel besser, entspannt zu segeln und das Ziel sicher zu erreichen!

18 November 1988

Ich sitze gemütlich auf Deck und warte geduldig, bis ein Fisch an der Leine hängt. Der Wind ist schwach, 15 Knoten. „Akimbo“ spürt die Wellen. Ich kontrolliere all unser Zubehör und alles scheint so, als ob es tadellos funktioniert.

From Annapolis to St. Martin

Es ist die Zeit im Jahr, wo Zyklone und tropische Stürme entlang der afrikanischen Küste wandern und dann den Atlantik in Richtung Westen überqueren. Auf dieser Reise werden sie stärker und stärker. Ich sehe zu, wie sich das Wetter ändert. Der Wetterbericht hatte Recht – ein Zyklon kommt auf uns zu.

Wir waren in West-Bermuda: 29°42’N 68°17’W. Als wir durch den Golf Strom segelten, hatten wir 590 NM zurückgelegt. Der Kurs wurde geändert und wir peilten St. Martin direkt an: 157°. 770 NM lagen vor uns.

Heute flog ein amerikanisches Rettungsflugzeug über uns, es schickte uns Grüße, was an unserer Flagge liegen musste seit wir die „Akimbo“ unter amerikanischer Flagge gekauft hatten.

In der kommenden Nacht sollte der Wind anziehen: Geschwindigkeiten von 30 -35 Knoten waren vorhergesagt. Der Sturm rückt näher. Ich bereitete uns und das Boot mit ein paar Last-Minute Maßnahmen vor. Francoise übernimmt die erste Schicht von 10 – 12.

In der Nacht zieht der Wind an, die Wellen werden höher und höher. Der warme Wind kommt von Südwesten und erreicht 35 Knoten. „Akimbo“ lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und hält den Kurs.

Früh morgens um 5 höre ich einen lauten Knall…!!!!

Fortsetzung folgt…

***

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